Unser Projekt ist nach dem Vorbild des Freiburger Mietshäusersyndikats (LINK) organisiert:

Was ist das Mietshäusersyndikat?
Das Syndikat möchte Immobilien dem Spekulationsmarkt entziehen und stabile, dauerhafte Mietkonditionen ermöglichen. Bei klassischen Syndikats-Projekten bildet sich dazu ein Mieter-Verein, der das Wohnprojekt kauft und davon 49 % an das Syndikat überträgt. Der Verein ist mit 51% der bestimmende Gesellschafter der GmbH, dem Syndikat wird nur die Sperrminorität von 49 % übertragen, so kann es bei grundbuchrechtlichen Angelegenheiten wie Kauf / Verkauf und Grundbucheintragungen mitbestimmen und soll dadurch sicherstellen, dass das Projekt dauerhaft dem Spekulationsmarkt entzogen ist und immer Mietobjekt bleibt.

Nach diesem Modell funktioniert auch unser Projekt:

Der Mieterverein Wohnhof 65 e.V. besitzt 51% der Anteile an der Wohnhof Treysa GmbH, die weiteren 49 % liegen aktuell noch beim Verkäufer. Die Vision ist, dass die Stadt Treysa die Funktion des Syndikats übernimmt, so dass sich weitere Projekte dieser Art in Treysa gründen können.

FAQ

FAQ: Euer Verein heißt Wohnhof 65 e.V., die GmbH Wohnhof Treysa – was hat es dann auf sich mit dem Namen „Mondhof“?
A: Unsere Hausgemeinschaft nennt sich „Mondhof“.
Sollten weitere Häuser zu unserem Projekt dazu kommen, könnten sich weitere Hausgemeinschaften gründen wie z.B. der „Sonnenhof“ oder, oder. Diese würden allerdings immer offiziell zum Mieterverein Wohnhof 65 e.V. gehören.

FAQ: Wozu das Syndikatsmodell? Selbstverwaltung ist doch anstrengend!
A: Wie in allen Syndikatsprojekten sollen die Häuser der Spekulation entzogen werden. Des Weiteren soll durch die Verwaltung durch die Mieter eine regelmäßige Wartung der Liegenschaften gewährleistet und dadurch Bausubstanz erhalten werden, eine schädliche Abnutzung durch rein profitorientierter Vermietung mit einhergehendem Renovierungsstau soll den denkmalgeschützten Fachwerkhäusern erspart bleiben. Zudem profitieren wir als Mietende vom Mit- und Selbstbestimmungsrecht und können das Projekt in unserem Sinne gestalten. Die anstehenden Aufgaben der Selbstverwaltung werden entweder auf verschiedene Schultern verteilt, oder wir tragen gemeinsam die Kosten dafür, wenn wir damit Fachkräfte beauftragen.

FAQ: Und wer legt die Miethöhe fest?
Unser Mietzins liegt aktuell bei 5,30 € pro qm und gilt für alle Wohneinheiten des Projekts gleich. Die Miethöhe soll möglichst konstant bleiben und berechnet sich aus der aktuellen Kreditlast, laufenden Kosten und anstehenden Investitionen. Überschüsse sollen zunächst für den Ausbau und die Renovierung der vorhandenen Gebäude genutzt werden und darüber hinaus für Anschub und Realisierung weiterer Wohnhöfe bereit stehen. Die Wohnhof-GmbH könnte dann auch für neue Wohnhöfe in Treysa als Träger fungieren.

FAQ: Ihr seid doch eine Kommune, oder?
A: Nein, wir sind ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt. Alle Mietenden haben bei uns ihre eigenen Wohnungen und wirtschaften „ganz normal“ für sich. Jeder nimmt sich so viel Privat- und Rückzugsraum wie er/sie möchte, beteiligt sich aber eben auch nach Bedarf und Kapazitäten an den gemeinschaftlich anfallenden Aufgaben.